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Mobi­le Hotspots

Immer öfter müs­sen Bus­be­trei­ber den Fahr­gäs­ten WLAN bie­ten. Die Ber­li­ner hot­splots GmbH und die Robert Bosch Car Mul­ti­me­dia GmbH hal­ten fle­xi­ble Lösun­gen bereit.

Ob Fern‑, Lini­en- oder Rei­se­bus – die Fahr­gäs­te erwar­ten, dass sie mit Smart­pho­ne oder Lap­top ein Inter­net­an­ge­bot nut­zen kön­nen, ohne auf ihr eige­nes Daten­vo­lu­men zurück­grei­fen zu müs­sen. Aus­schrei­bun­gen der Auf­ga­ben­trä­ger for­dern ver­mehrt WLAN, um den Fahr­gast­wün­schen gerecht zu wer­den. Der Inter­net­zu­gang wird dabei nicht nur bei Erst­aus­stat­tun­gen, son­dern auch bei Fahr­zeug­mo­der­ni­sie­run­gen gefor­dert. Für die Ver­kehrs­be­trie­be selbst geht es oft dar­um, neue Fahr­gast­grup­pen zu erschlie­ßen und für die vor­han­de­nen Fahr­gäs­te ein attrak­ti­ver Anbie­ter zu blei­ben.
Die in den Bus­sen ein­ge­bau­te Tech­nik ist ver­gleich­bar ein­fach. Über eine Dach­an­ten­ne wer­den LTE- und GPS-Signa­le an den Rou­ter im Fahr­zeug über­tra­gen. Die­ser ver­teilt über das WLAN-Signal den Inter­net­zu­gang zu den mobi­len End­ge­rä­ten der Fahr­gäs­te. Über die Log­in-Mög­lich­kei­ten ent­schei­det der Bus­be­trei­ber. Meist müs­sen die Fahr­gäs­te nur die Nut­zungs­be­din­gun­gen über eine Check­box akzep­tie­ren (Direct Log­in), dann steht dem Zugriff auf das Inter­net nichts mehr ent­ge­gen. Par­al­lel hier­zu kön­nen Betrei­ber ein zeit- oder volu­men­ba­sier­tes Modell anbie­ten oder Tickets für die Nut­zung bereit­stel­len. Bus­be­trei­ber haben so die vol­le Kon­trol­le über die Kos­ten und kön­nen das Daten­vo­lu­men jeder­zeit kon­trol­lie­ren.
Wie auch immer der Log­in der Fahr­gäs­te erfolgt, in jedem Fall wird der Daten­ver­kehr über eine VPN-Ver­bin­dung gesen­det. Mit­tels VPN-Rou­ting wer­den die Zugrif­fe ins Inter­net über einen spe­zi­el­len Ser­ver umge­lei­tet. Bus­be­trei­bern bie­tet das eine recht­li­che Absi­che­rung ihres WLAN-Ange­bots, ins­be­son­de­re bei der viel dis­ku­tier­ten Geset­zes­la­ge rund um die Stö­rer­haf­tung et cete­ra: Der Betrei­ber eines WLAN-Hot­spots ist ver­pflich­tet, die Ein­hal­tung der unter­schied­li­chen Geset­ze sicher­zu­stel­len. Hier greift der Rund­um-Ser­vice des HOTSPLOTS Ange­bots. VPN-Rou­ting, die Ein­stel­lung eines Jugend­schutz­fil­ters, eine fai­re Ver­tei­lung der ver­füg­ba­ren Daten­ra­te auf alle Nut­zer des WLANs, die Aus­wer­tung der Inter­net­nut­zung oder die Ein­stel­lung von Daten­vo­lu­men­kon­tin­gen­ten sind eini­ge Mög­lich­kei­ten, die der HOTSPLOTS WLAN-Ser­vice mit­bringt und die in Kom­bi­na­ti­on für eine jeder­zeit gesi­cher­te und trans­pa­ren­te Ver­bin­dung sorgen.

Mit der Linie X17 ins Internet

Das VPN-Rou­ting und der Jugend­schutz­fil­ter sind auch im WLAN-Ange­bot des Rhein-Main-Ver­kehrs­ver­bunds (RMV) akti­viert. Seit Mai 2017 fah­ren Bus­se auf der Linie X17 mit mobi­len Hot­spots auf Basis der Kom­bi­na­ti­on Bosch Coach Medi­a­Rou­ter mit dem HOTSPLOTS WLAN-Ser­vice. Aktu­ell ver­bin­det die Linie den Main-Tau­nus-Kreis von Hof­heim aus umstei­ge­frei mit dem Frank­fur­ter Flug­ha­fen. Ab Dezem­ber 2017 wird die Linie dann bis Neu-Isen­burg ver­län­gert. Die Bus­se sind mit frei­em Zugang zum WLAN mit­tels Direct Log­in aus­ge­stat­tet.
Das RMV-Pilot­pro­jekt fin­det von Anfang an eine gute Akzep­tanz – in einem ein­zel­nen Bus wur­den an einem Tag schon über 100 Nut­zer gemes­sen. Das durch­schnitt­lich über­tra­ge­ne Daten­volumen beträgt pro Nut­zer etwa 80 Mega­byte. Der­zeit bie­tet der RMV den Usern ein Daten­vo­lu­men von einem Giga­byte pro Woche. Soll­te die­ses tat­säch­lich ein­mal auf­ge­braucht wer­den, ist wei­ter­hin das Sur­fen mit gerin­ge­rer Band­brei­te mög­lich. Die Nut­zungs­zeit des Ser­vices wird beim RMV nicht ein­ge­schränkt. Die jet­zi­ge Test­pha­se soll erge­ben, ob sich für den RMV mit­tels eines WLANs neue Kun­den­grup­pen erschlie­ßen las­sen und ob die bestehen­den Kun­den zufrie­de­ner unter­wegs sind. Die Aus­wei­tung auf wei­te­re Lini­en und Fahr­zeu­ge im Ver­bund­ge­biet ist nach einem posi­ti­ven Abschluss der Test­pha­se geplant.

Posi­ti­ve Bewer­tung in Neuss

Schon im Herbst 2016 sind zwei Bus­se der Stadt­wer­ke Neuss mit dem WLAN-Ange­bot von Hot­splots auf Basis der Hard­ware von Bosch in den Fahr­gast­be­trieb gestar­tet. Nach etwas mehr als einem hal­ben Jahr fällt die Bewer­tung posi­tiv aus. »Wir haben die auf­fäl­lig bedruck­ten Bus­se auf unter­schied­li­chen Lini­en in den Ein­satz gebracht, um ein brei­tes Publi­kum zu errei­chen«, erklärt Flo­ri­an Stein, tech­ni­scher Lei­ter bei den Ver­kehrs­be­trie­ben der Stadt­wer­ke Neuss und ver­ant­wort­lich für die WLAN-Bus­se. »Wir sind uns recht sicher, dass das Ange­bot von den Fahr­gäs­ten gut ange­nom­men wird und wir den rich­ti­gen Weg ein­ge­schla­gen haben. Des­halb stat­ten wir suk­zes­si­ve mehr Fahr­zeu­ge mit der Tech­nik aus.«
Die Aus­wer­tung des Daten­ta­rifs zeigt, dass von einem ein­zel­nen Bus monat­lich etwa 30 Giga­byte über die LTE-Ver­bin­dung ver­braucht wer­den. Ohne dass den Fahr­gäs­ten wei­te­re Kos­ten ent­ste­hen, kön­nen sie nach Akzep­tie­ren der Nut­zungs­be­din­gun­gen sofort los­sur­fen. Ein Daten­vo­lu­men­kon­tin­gent von 100 Mega­byte pro End­ge­rät und Tag beugt zum Bei­spiel dem unein­ge­schränk­ten Strea­men von Vide­os vor. Grund­sätz­lich ist aber inner­halb des Kon­tin­gents alles mög­lich: E‑Mails bear­bei­ten, Mes­sen­ger-Diens­te nut­zen, online ein­kau­fen oder Nach­rich­ten lesen.

Infor­ma­ti­on und Entertainment

Für jeden Bus­be­trei­ber besteht die Mög­lich­keit, auf der Start­sei­te des WLAN-Ser­vices mit eige­nen Ange­bo­ten die Auf­merk­sam­keit der Kun­den zu gewin­nen. Dabei bie­tet die Indi­vi­dua­li­sie­rung der Log­in-Sei­te vie­le Mög­lich­kei­ten: Als Stan­dard zählt die Ein­bin­dung des eige­nen Logos, als Kür gilt die Bereit­stel­lung von Fahr­p­lan­da­ten in Echt­zeit. Über das so genann­te Wal­led-Gar­den-Prin­zip ist es mög­lich, die Nut­zer auf aktu­el­le Infor­ma­tio­nen der betrei­b­er­ei­ge­nen Web­sei­te zu lei­ten – selbst dann, wenn sie die Nut­zungs­be­din­gun­gen des WLANs nicht akzep­tiert haben oder wenn even­tu­ell ein­ge­rich­te­te Daten- oder Zeit­vo­lu­men­kon­tin­gen­te
ver­braucht sind.
Auf Wunsch kann an den Bosch Coach Medi­a­Rou­ter ein zusätz­li­ches USB-Spei­cher­me­di­um ange­bun­den wer­den. Auf die­se Wei­se kön­nen Betrei­ber Enter­tain­ment-Ange­bo­te in ihre Bus­se brin­gen, die bei­spiels­wei­se Fil­me und TV-Unter­hal­tung umfas­sen und bis hin zu digi­ta­len Zeit­schrif­ten und Tou­ris­mus­in­for­ma­tio­nen rei­chen. Der Vor­teil für die Bus­be­trei­ber: Mit den Ange­bo­ten wird das LTE-Daten­vo­lu­men in den Bus­sen geschont, da die Inhal­te lokal vom jewei­li­gen Spei­cher­me­di­um abge­ru­fen und den Nut­zern auf ihrem End­ge­rät zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Die Ver­bin­dung per LTE ins Netz außer­halb des Bus­ses wird so kaum belas­tet. Updates der Ange­bo­te kön­nen via LTE erfol­gen. Auch die Fahr­gäs­te pro­fi­tie­ren vom unter­halt­sa­men Con­tent-Ange­bot: Even­tu­ell ­län­ge­re Fahrt­zei­ten ver­ge­hen wie im Flug.

Schwarzweiße Lichter

Arti­kel ist in Aus­ga­be 6/2017 der Zeit­schrift Regio­nal­ver­kehr erschie­nen. Wir dan­ken der Redak­ti­on für die Frei­ga­be der Nutzung.